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Warum es nichts bringt, sich über sinkende organische Reichweite zu ärgern

Facebook ist tot! Social Media funktioniert nicht! Wir müssen nicht jedem Hype hinterher laufen.

Ja, genau… Man muss sich das mal durch den Kopf gehen lassen. Marketingmenschen und Unternehmer auf der ganzen Welt ärgern sich darüber, dass ein Unternehmen (ja, Facebook ist ein Unternehmen) seinen Service nicht verschenkt. Lest das ruhig nochmal. Ist das nicht absurd?

Noch verrückter wird es, wenn man bedenkt, dass bezahlte Werbung auf Facebook eines der günstigsten Wege ist, Anzeigen zu schalten. Es ist wie mit Google damals. Die Keywords wurden verscherbelt. Heute gibt es bei Google eine Menge Branchen, für die sich eine Platzierung in den Anzeigen nicht mehr wirklich lohnt. Es ist einfach zu teuer. 

Und es ist ziemlich sicher, dass das mit Facebook genauso passieren wird. 

Deal or No Deal

Es gibt jetzt also zwei Möglichkeiten, wie man mit der Tatsache umgehen kann, dass man heutzutage für eine Dienstleistung tatsächlich bezahlen muss:

1.    Bockig sein und einfach nicht mehr mitspielen. Bringt dann eigentlich keinem was, denn Facebook ist es herzlich egal, ob einer von 3 Millionen Werbetreibenden seine 2,50€ woanders investiert. Und dem Unternehmen bringt es auch nichts, weil es auf dem Markt nur teurere, weniger effiziente Alternativen gibt. Klingt nach einer uncleveren Strategie, oder?

2.    Chancen sehen, wenn sie sich ergeben und dann all-in gehen. Freimachen von persönlichen Empfindungen die von Romantik und Ego gesteuert sind. Mitspielen. Wer nicht spielt, wird nie gewinnen.

  Ja, die organische Reichweite sinkt. Ja, Facebook möchte seine Nutzer dazu anreizen, mehr Budget in Anzeigen zu investieren. TROTZDEM verscherbelt Facebook seine Dienstleistung immer noch. Trotzdem bleibt es auf dem Markt einer der besten Möglichkeiten, seine Zielgruppe quasi ohne Streuverluste zu erreichen. Was will man mehr?

  Wenn wir über Facebook sprechen, meinen wir natürlich ebenfalls Instagram. Und jetzt festhalten. Dort sind die Anzeigen (je nach Branche) sogar noch günstiger. Verrückt! Da kann man wirklich nur meckern!

  An dem Punkt kommt dann oft die Frage, wieviel Budget man denn benötigt, um Social Ads zu schalten. Neben dem Preis für die Produktion der Content Pieces, (der übrigens immer unter dem Budget liegen sollte, das man für Ads einplant) genau so viel Geld, wie man bereit ist zu verlieren. Es gibt nicht zu viel oder zu wenig. 

  Man muss praktisch an die Dinge ran gehen

   Wir wissen, es gibt die wildesten Formeln, mit denen man berechnen kann, wieviel Budget benötigt wird, um x Menschen zu erreichen, oder so und so viele Leads zu generieren. Aber sind wir mal ehrlich… In den meisten Fällen ist mehr doch immer gut. 

  Eine Kultur des Learning by doing wird oft als unprofessionell und wenig strategisch angesehen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass diese Art der Arbeit für die Zukunft immer wichtiger wird. Das Netz, besonders das Social Web, verändert sich in so einem rasanten Tempo. Bis man hier starre Regeln ausgearbeitet hat, sind diese oft schon wieder von vorgestern. Es geht um Schnelligkeit, Flexibilität und um die Fähigkeit, die Ergebnisse nüchtern und unemotional zu betrachten und dementsprechend zu handeln. 

  Dabei reden wir übrigens nicht davon, dass eine Strategie überflüssig ist. Ganz im Gegenteil. Die Marke, die Message, die Story. Die müssen sitzen, damit man sich ein „Learning by doing“ erst erlauben kann. 

  Also erst die Hausaufgaben machen (Konzeption) und dann ist die Kür dran.

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