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Der richtige Workflow bei der Content Produktion

Jedes Unternehmen, das seine Social Media Abteilung Inhouse angesiedelt hat weiß, wie aufwendig das Thema an sich ist. 

„Wir müssen Instagram bespielen“ Das ist ziemlich oft der Ansatz, wenn es darum geht, Content zu produzieren. Warum das gar nicht mal so gut ist, möchte ich in den folgenden Punkten aufzeigen.

-      Wir sollten uns eher fragen, was wir für Geschichten erzählen wollen, anstatt zu überlegen, wie wir den Content Kalender voll bekommen.

-      Die unterschiedlichsten Geschichten funktionieren auch unterschiedlich auf den einzelnen Plattformen. Dinge, die auf Instagram gut ankommen, können auf Facebook schlecht performen und umgekehrt

-      Wenn man sich erst mit der Story an sich beschäftigt, und danach mit der Plattform, erst DANN darf man eigentlich von Content reden. Den Content heißt auf deutsch INHALT. Und Inhalt hat nichts mit zusammenhangslosen Bildern und Videos zu tun. Inhalte sind Geschichten. 

Man stelle sich mal vor, ein Autor wendet sich an einen Verlag mit einem Haufen weißem Papier und der Ansage „Ich möchte ein Buch mit Inhalt füllen“. Klingt komisch oder? Denn die erste Frage wäre doch, ja womit denn bitte? 

Das wäre doch wirklich ein absurder Ansatz. Und genau so ist es auch beim Content Marketing - selbst wenn es um den klaren Abverkauf von Produkten geht. Denn sind wir mal ehrlich. Niemand glaubt heute mehr, dass ein Waschmittel noch weißer wäscht als alle anderen. Oder ein Rasierschaum noch gründlicher rasiert. 

 

Produkte brauchen Geschichten. Und erst wenn die Geschichte steht, kann man sich doch erst wirklich Gedanken darum machen, wie man diese visualisiert. Denn ja, darum geht es natürlich in den sozialen Medien. Die Visualisierung ist der Türöffner für die Story dahinter. Eine starke und kreative Umsetzung ist für die Tonne, wenn dahinter ein großes Nichts wartet. 

 

Was ist jetzt genau eine Geschichte? Denken wir doch einmal zurück in unsere Kindheit. Die Grundzutaten für eine gute Geschichte sind immer dieselben: 

 

-      Ein Charakter, mit dem der Leser (die Zielgruppe) sich identifizieren kann
Das können zum Beispiel Testimonials sein, fiktive Figuren oder sogar die eigene Marke

-      Einen Spannungsbogen
Der einzige Punkt, der sich im Bereich Social Media beziehungsweise Online Marketing von dem klassischen Erzählen einer Story unterscheidet. Im Netz konsumiert man einfach anders. Schneller. Und die nächste Ablenkung ist nur einen Klick entfernt. Warum die Story also nicht gleich mal mit der Moral der Geschicht einleiten? Dann hat man das ganze Pulver schon direkt zu Beginn verschossen? Stimmt. Aber dafür hat man etwas viel wertvolleres. Die Aufmerksamkeit. Und das ist ja bekanntlich die neue Währung im Netz. Alles für die Likes ;)

-      Emotionen
Humorvoll, gehaltvoll, absurd. Was auch immer. Und egal wie unemotional das Produkt ist. Da draußen wartet eine gute Geschichte, die all das mitbringt. Sie muss nur gefunden werden. Und ja, das ist harte Arbeit, passiert nicht nebenbei und erfordert Talent (in den meisten Fällen von einer Agentur) und auch ein bisschen Mut (der dann vom Unternehmen kommen muss)

Wie wäre es also, wenn wir bei der nächsten Redaktionsplanung einmal in Stories denken und dann erst die Visuals umsetzen? Was dabei passieren könnte? Mindestens ein weitaus höheres Engagement. Und dann machen sich auch die bunten Bildchen endlich mal bezahlt!

 

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