Braucht die Welt eine weitere Social Media Agentur? Man weiß es nicht. Was wir aber wissen: Unternehmen haben Nachholbedarf in Sachen Social Media.

Es sei uns also gestattet:

Hört doch bitte endlich auf damit, teuer produzierte Fernsehspots 1:1 ins Netz zu packen.

Hört doch bitte endlich auf damit, zu glauben es gibt dieses eine ultimative Asset, mit dem ihr Eure komplette Zielgruppe erreichen könnt.

Hört doch bitte endlich auf damit, Euren eh schon überlasteten Marketing Teams (zwei Personen sind ein Team, oder?) Social Media aufs Auge zu drücken um dann festzustellen, dass dieses Facebook ja gar nicht funktioniert.

Hört doch bitte endlich auf damit, halbe Sachen zu machen. Macht Social, oder lasst es. Aber dieses lauwarme Pipi, das schadet Euch. Es bringt nichts.

Hört doch bitte endlich auf damit, tausende von Euros in Eure Assets zu investieren, um sie dann organisch auf Facebook und Instagram verschimmeln zu lassen.

Hört doch bitte endlich auf damit, Euch zu beschweren, dass heute nicht mehr das funktioniert, was letztes Jahr noch krass war.

Hört doch bitte endlich auf damit, Euren Fans ständig zu erzählen wie toll ihr seid. Vielleicht seid ihr ja toll. Aber wenn ihr es wärt, würdet ihr viel lieber über eure Konsumenten sprechen als über Euch selbst.

Hört doch bitte endlich auf damit, felsenfest zu glauben, Social Media sei so ein „Nebenbei-Ding“.

Fangt doch bitte einfach mal damit an, bei der Planung einer Kampagne Social Assets als eigenes Thema zu sehen. Kein Mensch guckt sich Fernsehwerbung im Internet an.

Fangt doch bitte einfach mal damit an, viele (mehr, noch mehr) kleine Assets für Social zu produzieren, als die eierlegende Wollmilchsau. Die gibt’s nämlich nicht.

Fangt doch bitte einfach mal damit an, Euch intern (oder extern) ordentlich für das Thema aufzustellen. Da sind wir wieder bei der eierlegenden Wollmilchsau. Ein Social Media Manager ist kein Übermensch. Ein gut aufgestelltes Social Media Team braucht mindesten einen Strategen, einen Ad Manager, einen Texter einen Community Manager und einen Designer. Minimum. Oder ihr unterhaltet Euch einfach mal mit einer Social Media Agentur.

Fangt doch bitte einfach mal damit an, Euch vorher zu überlegen, was es alles braucht, um erfolgreich zu sein im Bereich Social Media. Das macht man doch mit anderen Dingen auch so!? Die Einstiegshürden mögen gering sein, aber das Thema ist ein Marathon. Und der braucht Ressourcen.

Fangt doch bitte einfach mal an, Euer Budget zu überdenken. Social ist nicht Print. Und auch nicht Radio oder TV. Ein produziertes Stück Content sollte mindestens genau so viel Budget dahinter als Ad geschaltet haben, wie seine Produktion gekostet hat. Sonst sind wir schon beim Minus angekommen, bevor der Content auch nur von einer einzigen Person gesehen wurde

Fangt doch bitte endlich an, Eure kreativen Ressourcen zu nutzen und Euch mal was Neues einfallen zu lassen. Oder engagiert Menschen, deren Job es ist, sich was einfallen zu lassen. Niemand braucht Eure fragwürdigen Gewinnspiele bei dem jeder Beteiligte weiß, dass es eigentlich nur ein billiges Tauschgeschäft ist.

Fangt doch bitte endlich an, Euch mit dem Kram zu beschäftigen. Was ist eine gute Copy? Welcher Content passt auf welche Plattform? Wie gut muss Euer Community Management sein? (Spoiler: Es muss überragend sein!!)

Fangt doch bitte endlich an, das alles mal Ernst zu nehmen, Und falls ihr das nicht wollt, dann heult später nicht rum und sagt, das hätte ja keiner ahnen können. Told you! Social Media braucht ein Konzept. Und ihr – liebe Firmen – ihr braucht Köpfe da oben, die schlau genug sind zu wissen, dass diese neuen Herausforderungen Spezialwissen und Spezialfähigkeiten erfordern. Ehrlich jetzt.